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Plötzlich und unerwartet wird es jeden Abend dunkel

Und hier setzt das Fachgebiet Beleuchtung an. Bereitstellung der Beleuchtung im Einsatzfall, damit andere THW Fachgruppen als auch Feuerwehr, Rettungsdienste etc. sicher und zuverlässig ihrer Arbeit nachgehen können. Und vor alle dem steht die Ausbildung!

Die Aufgabe: Beleuchtung eines Büro-/Lager-Komplex von zwei Seiten. Es gab keinen Zugang zum Gelände und eine parallellaufende Straße konnte nicht gesperrt werden. Doch Vorsicht – ein Bachlauf zieht sich ebenfalls parallel zum Gelände.

Eine gute Möglichkeit für THW Jugend, Bergungsgruppe und Fachgruppe N gemeinsam die Ausbildung zu gestalten. Die Vorhut bildete die THW Jugend des OV Bornheim. Mit dem GKW, einem Helfer und vier Jugendhelfer fuhr der Ortsjugendbeauftragte Karsten zur Einsatzstelle. Als erstes wurde galt es den Tätigkeitsbereich weitläufig abzusichern. Danach wurden drei Lichtstative samt Halogenleuchten abgeladen und nach Anweisung auf dem Gehweg aufgebaut. Ebenfalls zum Einsatz kamen Leitungsroller und auch das 8kVA Stromaggregat. Alle Arbeitsschritte wurden im Detail erklärt und als es dunkel wurde, konnten die Jugendhelfer das Ergebnis ihrer Arbeit sehen. Die Strecke von ca. 50 m wurde ideal beleuchtet.

Und schon waren auch der Zugtrupp, die Bergungsgruppe und die Fachgruppe N samt MLW IV und Stromaggregat 50 kVA (NEA/SEA) mit Lichtmast vor Ort. Der Stromerzeuger wurde professionell vom Truppführer Tim (und für diesen Dienst auch als Kraftfahrer eingeteilt) rückwärts an seine Position  gedrückt. Binnen fünf Minuten war auch der Lichtmast in Betrieb und erhellte den Vorplatz des Lagers.

Währenddessen wurden zwei Lichtstative samt LED UFOs von weiteren Helfern in Betrieb genommen, sodass auch der Weg zwischen Firmengelände und dem wenige Meter entfernten Bachlauf  beleuchtet war.

Auf einmal kam Mirko vom Zugtrupp aufgeregt an. Er hatte turnusmäßig die Einsatzkräfte durchgezählt. „Wo ist eigentlich der Andreas?“ Andreas war zu Dokumentationszwecken dabei und fehlte. Marcel, Gruppenführer Fachgruppe N meinte: „Seid alle mal still, ich glaube ich höre etwas!“ Und tatsächlich, vom Bachlauf her kam ein leises „Hilfe, Hilfe“.  Andreas war abgerutscht und lag im Bachlauf an der Durchführung zu einer Brücke. Zunächst wurde Miklas in den Bachlauf abgelassen, um den Zustand von Andreas zu klären. Gottseidank schien er nur eine sehr schmerzhafte Verstauchung am Knöchel zu haben. Aber laufen war nicht möglich. Und so wurde eine schiefe Ebene mit Leitern gebaut und der Schleifkorb hinabgelassen. Mit vereinten Kräften war es möglich Andreas zu bergen. 

Gottseidank war die Rettungsaktion nur eine Übung. Spontan hatte der Zugtruppführer Mirko heimlich die Situation in die Wege geleitet.

Somit konnte die Übung bzw. Ausbildung abgeschlossen werden und der Rückbau sowie die Heimfahrt zum OV erfolgte zeitnah. Die Jugendhelfer wurden zwischenzeitlich zum OV gebracht und konnten dort von den Eltern abgeholt werden.

Text: Andreas Willeke
Fotos: Andreas Willeke, Karsten Kramer, Mirko Blinn

 


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