Am Freitag machten sich Marcel, Karsten, Matthias und Meikel mit Sattelzug und Mannschaftslastwagen Typ IV (MLW IV) auf den Weg. Zunächst Richtung Norden zum Zentrallager des THW nach Hilden. Deadline der Beladung sollte 12 Uhr sein. Dort angekommen stand schon alles bereit für das „Base of Operation“, kurz BoO der SEEBA. Alles gut verpackt auf 34 Europaletten, sodass die Beladung schnell erfolgen konnte. Nur noch alles verzurren und die beiden Fahrzeuge des OV Bornheim machten sich weiter auf den Weg nach Dillenburg. Natürlich zur idealen Verkehrszeit. Freitagnachmittag über den Kölner Autobahnring. „Herzlichen Glückwunsch!“ so Matthias, einer der Sattelzug Fahrer. Über das Leverkusener Kreuz und dem Kreuz Köln Ost ging es Richtung Olpe und dann die Sauerland-Linie A45 bis nach Dillenburg. Unterwegs wurde eine kurze Mittagspause zur Stärkung gemacht. Michael, Schirrmeister im OV Bornheim und Hobbykoch, versorgte das Team vorab mit frisch vorbereiteten Frikadellen.
In Dillenburg wurden die Bornheimer von den Kollegen des THW Dillenburg herzlich empfangen. Nach einer warmen Dusche und einem wohl schmeckenden Abendessen - gereicht durch die Logistik Verpflegung des THW OV Hünfeld - gab es noch eine Führung durch den Ortsverband Dillenburg, bevor die Nachtruhe eingeläutet wurde. Als Schlafplatz dienten Feldbetten bestückt mit einem muckelig warmen Schlafsack in einem geräumigen SG30 Zelt. Der typische THW Regen blieb diese Nacht aus.
Für Samstagmorgen um 08:00 Uhr war das Antreten in „THW Manier“ angesetzt. Nach einer kurzen Befehlsausgabe nahmen alle SEEBA Einsatzkräfte die Arbeit eifrig auf. Es erfolgte eine Abstimmung zwischen dem „Camp Manager“ (Ausbildungsleitung) und dem TrTs Truppführer Meikel zum Entladungsvorgang. „Alles muss abgeladen werden, ein Kollege der SEEBA nennt uns die Ablageorte“ so Meikel an die Bornheimer. Der Moffett Mitnahmestapler wurde angeworfen und die Fahrzeuge wurde Stück für Stück entladen. Die Paletten wurden an den gewünschten Stellen platziert. Zuerst hob sich das Sanitätszelt in die Luft, dann folgten die Unterkunftszelte, der Schwarzbereich aus Entkleidungs- und Duschzelt, das Field Office und das Verpflegungszelt. Gegen Mittag stand die Base of Operation. Nach der Mittagspause gab es eine Führung durch das Camp und viele Erklärungen zu Abläufen und Prozessen in der Entwicklung der Camp-Logistik.
Plötzlich waren drei Signaltöne per Trillerpfeife durch das Camp zu hören. Evakuierung! Geordnet sammelten sich alle Einsatzkräfte am Sammelpunkt. Die einzelnen Teams meldeten ihrer Vollzähligkeit. Nach ca. 2 Stunden wurde die Base of Operation gemeinsam zurück gebaut und wieder auf die Fahrzeuge des Ortsverband Bornheim verladen. Danach gab es ein letztes gemeinsames Abendessen mit einem ausgiebigen Erfahrungsaustausch.
Der Sonntag sollte dem Rücktransport dienen. Nachdem alle Einsatzkräfte angetreten waren und der Camp-Manager seinen Dank ausgesprochen hatte, konnte die Rückverlegung nach Bornheim eingeleitet werden. Am Montag kam die letzte Etappe. Der Rücktransport ins Logistik Zentrum Hilden. Zum letzten Mal wurden die 34 Paletten angefasst und wieder verstaut. Danach kehrte der Trupp Transport schwer nach Bornheim zurück.
Das Team aus Bornheim blickt auf ein spannendes und vor allem lehrreiches Wochenende zurück. Der Dank gilt allen Beteiligten Einsatzkräften der SEEBA, dem THW OV Dillenburg und der LogV des THW OV Hünfeld für die gute Zusammenarbeit und die herzliche Gastfreundschaft.
Text: Meikel Batangtaris, Andreas Willeke
Fotos: Karsten Kramer, Marcel Basten, Meikel Batangtaris

